Archiv für den Monat: März 2015

Die Arten der Verschwendung (3): Bewegung

Bewegung

Natürlich  ist Bewegung an sich keine Verschwendung, wenn  aber Arbeitsprozesse  unterbrochen oder verzögert werden, zählt das auch zu den Verschwendungsarten. Wie oft erlebt man in Büros, dass lange Wege gemacht werden müssen bis zu den Kollegen, die sogar noch an dem gleichen Projekt arbeiten.  Es gibt inzwischen auch schon Unternehmen, in denen Besprechungen grundsätzlich erst 10 Minuten nach der vollen Stunde terminiert werden, weil ansonsten die Kollegen mit  aufeinander folgenden Meetings keine Chance haben, pünktlich zu sein. Ursache für diese Verschwendungsart ist, dass bei der Bauplanung nicht die künftigen Prozesse mitberücksichtigt werden. Ein besonders eklatantes Beispiel findet sich im Klinikum in Aachen: Dort war  der Hubschrauberlandeplatz mehrere hundert Meter von der Patientenaufnahme entfernt, ein Weg, der nur zu Fuß zurückgelegt werden kann und ca. 8 Minuten dauerte. Im Notfall ist das ein Zeitraum, der lebensentscheidend sein kann.  Inzwischen hat man in Aachen nachgebessert und n eine Hubschrauberrampe errichtet um diese Wegezeit zu verkürzen. Die Kosten lagen im 2-stelligen Millionenbereich.

 

Die Arten der Verschwendung (2): Arbeitsvorräte

Arbeitsrückstand

Was in der Produktion (zu hohe) Lagerbestände sind, sind in den administrativen Bereichen die Arbeitsvorräte. Aufträge, Rechnungen, Bestellungen… alles was liegenbleibt und sich stapelt wird als Verschwendung betrachtet. Bei Rechnungen ist das auf den ersten Blick einleuchtend: je später ich diese versende, desto länger muss ich auf mein Geld warten und habe direkte monitäre Nachteile.  Bei Aufträgen oder sonstigen Arbeitspaketen ist es meistens so, dass der Bearbeitungsaufwand steigt, wenn wir lange warten: die Einarbeitungszeit ist höher, zusätzliche Unterlagen sind oft schwieriger zu beschaffen, Anforderungen haben sich eventuell auch geändert. Man denke an die Steuererklärung: je länger man wartet mit dem Sortieren der Unterlagen, desto höher wird in der Regel der Aufwand. Und schließlich können auch Gewinne entgehen oder erst später fließen, wenn die Auftragsbearbeitung liegen bleibt.